Willkommen in Köthen!

 

Willkommen in Köthen – der Bachstadt in Anhalt. Historische Persönlichkeiten wie der Komponist Johann Sebastian Bach oder Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, lebten und wirkten in der heute rund 27 000 Einwohner großen Stadt, die 1115 erstmals in Chroniken erwähnt wird.

Köthens zentraler, kultureller Mittelpunkt ist das einstige fürstliche Schloss, in dem eine Vielzahl von Museen, die Köthen-Information und das Veranstaltungszentrum Schloss Köthen mit interessanten und erlebenswerten Angeboten auf die Besucher warten.

Ganz gleich, ob per Fahrrad, Auto oder Zug, Köthen ist schnell und bequem erreichbar, schon von weither begrüßen die Zwillingstürme der 1400 errichteten Jakobskirche die Gäste. Die Altstadt ist liebevoll saniert und lädt zum Flanieren und Erkunden ein. Historisch gibt es im kleinen Städtchen eine Fülle an Interessantem zu entdecken.

Der Komponist Johann Sebastian Bach lebte sechs Jahre als Hofkapellmeister am Hofe des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen, hier schuf er seine großen weltlichen Meisterwerke, wie die „Brandenburgischen Konzerte“. Bachs Spuren begegnet man überall in der Stadt, so etwa in der Agnuskirche, im Schloss mit seinen Museen oder am Bachplatz – wo noch heute trefflich gestritten wird, ob er dort gewohnt habe oder nicht. Sicher ist, dass 1718 in der Hofkapelle des Schlosses sein Sohn Leopold Augustus getauft wurde, seine Frau Maria-Barbara schon 1820 starb und er im darauffolgenden Jahr Anna Magdalena Wilckens heiratete. Sie arbeitete als Sängerin beim Fürsten und so ist anzunehmen, dass sie gemeinsam im Kammermusiksaal musizierten.

Heute befindet sich in diesem Saal und den angrenzenden Räumen die Erlebniswelt Deutsche Sprache. Initiiert wird diese erhellende Ausstellung zu vielen Facetten der Deutschen Sprache von der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft. Sie gründete sich in der Tradition der ersten barocken Akademie zur Pflege der deutschen Sprache, deren erstes Oberhaupt Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen war.

Im letzten Erweiterungsbau des Schlosses, im Ferdinandsbau, der Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, ist seit 1835 das Naumann-Museum beheimatet. Johann Friedrich Naumann gilt als Begründer der europäischen Ornithologie. Der Bauer, Zeichner und Illustrator war Autor der zwölfbändigen „Naturgeschichte der Vögel Mitteleuropas“. Naumann war es auch, der einer Reihe von Vögeln überhaupt erst Namen gab.

Im Ferdinandsbau befindet sich zudem die Prähistorische Sammlung, die mit einzigartigen Funden und Befunden über die frühe Besiedlungsgeschichte der Region erzählt.

Auch Samuel Hahnemann, der viele Jahre in Köthen lebte, widmen sich Ausstellungsräume. Er machte Köthen einst zum Mekka der Homöopathie, und Hahnemanns erhaltenes Wohnhaus ist neben der Ausstellung im Schloss und der Europäischen Bibliothek für Homöopathie ein Magnet für Besucher aus der ganzen Welt.

Geschichte mit Moderne zu verbinden ist heute das Anliegen der Hochschule Anhalt mit ihrem Sitz in Köthen. Aus dem ehemals Herzoglichen Polytechnikum, an welchem auch Flugzeugbauer Hugo Junkers Kurse in Avionik gab, ist ein pulsierender Lebensnerv für die Stadt geworden, Studenten aus 100 Nationen beleben das Stadtbild. Die Köthener freuen sich auf Ihren Besuch.