Buchpremiere "Ortolan"

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„Schlummert ein, ihr matten Augen ...“ Am Ende seines Lebens war Johann Sebastian Bach blind, auch der berühmte Starstecher John Taylor konnte ihm nicht mehr helfen. In seinem neuen Roman „Ortolan“ – erschienen im Osburg Verlag - erzählt Andreas Hillger vom Blendwerk dieses selbst ernannten Chevaliers, der neben Hunderten anderer Patienten auch Georg Friedrich Händel auf dem Gewissen hatte. Der Leser erfährt vom Wagen und Scheitern eines legendären Arztes, der als Quacksalber wie ein heutiger Popstar lebte und mit seinen schrecklichen Methoden aus Versehen auch Musikgeschichte schrieb. Zugleich schärft diese Hommage an das Sehen auch den Blick für Blindheit, die im „Age of Enlightenment“ – also dem Zeitalter der Aufklärung – philosophisch verstanden und medizinisch behandelt werden wollte.

Andreas Hillger arbeitet nach langer journalistischer Tätigkeit als freier Autor und Dramaturg. Sein Hauptinteresse gilt dabei historischen Themen, die er oft auf dem Theater verhandelt – so u.a. zuletzt im mehrfach ausgezeichneten Fugger-Musical „Herz aus Gold“ für das Staatstheater Augsburg oder im Melanchthon-Oratorium „Got.alein/die.Ehr“. Seine Faszination für das Barock-Zeitalter führte zur Neufassung der „Beggar’s Opera/Polly“ am Anhaltischen Theater Dessau. 2013 erschien im Osburg Verlag sein Roman „Gläserne Zeit“. Der Autor lebt in Dessau.

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